Eine unerschrockene, mir nicht unbekannte Schwimmerin zog schon am frühen Morgen ihre Runden im unbeheizten Pool. Ich friere jetzt noch - nur vom Zuschauen. Und das obschon mittlerweile die Mittagszeit erreicht ist und das kräftige Brutzeln auf der Haut wieder Gedanken an den 50er Sonnenschutz anregt.
Wind säuselt durch die Lounge, leise Musik legt einen dämmerigen Schleier über den Mittag. Touris in Camouflage-Sahara-Expeditionsausstattung trampeln über die schmalen Gehwege. #Das Frühstück ist durch. Jetzt wird hinter meinem Rücken gewischt, gefegt, der Nachmittag vorbereitet.
Ein bestimmt 40 Jahre alter Toyota-Pick up scheppert über die Schlagloch verzierte Straße. Das auf der Fahrerkabine montierte Megafon quakt und quäkt eine unverständliche Durchsage - ein Metallsammler erhofft sich offenbar von den allerorten betriebenen Renovierungen zu profitieren.
Der Markt ist noch nicht zu sehen, doch die Marktschreierinnen und ihre männlichen Kontrahenten hört man schon aus der Ferne. Eintauchen in Menschengewimmel.
Berge von Tomaten, Gurken, Paprika, Salaten, Kräutern, Kartoffeln, dazwischen ein Stand mit frischen Fischen. Souvlaki-Grillstände für denHunger zwischendurch. Orangen, Mandarinen, Bananen, Erdbeeren. Käsestände mit zwei Sorten „Määäh-Cheese“, wie der einzahnige Verkäufer sichtlich amüsiert erläutert. Das ist die eine Seite. Die leckere Seite Die andere Seite des riesigen Platzes beherrschen Schuhe, Hosen, Unterwäsche, BHs, Gardinen, Haushaltsartikel, Töpfe, Messer - alles was man und frau so benötigt. Aber eben auch Sonnenbrillen und Parfums aller internationaler Marken mit unschlagbaren Preisen.
Treiben lassen, schauen, probieren, dann einen Kaffee genießen. Den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.

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