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Hauptstadt der Schmerzen

Grau. Kalt. Windig. Berlin.

Eis an den Fenstern (Altbau, Doppelfenster).

Eis auf den Gehwegen. Eis auf den Radwegen. Vor manchen Häusern ist notdürftig ein halber Meter begehbar gemacht, ansonsten ist hin und wieder wie zum Spaß etwas Split gestreut worden. 

Der eisige Ostwind kommt direkt aus Putins Eisschrank.

Die Verkehrsbetriebe werden bestreikt. Kein Bus, keine Tram, keine U-Bahn.

Also Auto. Aber Parkplätze sind Rutsch- und Schleuderfallen.

Menschen rutschen, Menschen fluchen, Menschen wundern sich.

Raser rasen, rote Ampeln werden oft nur als Empfehlung verstanden.

Fußgänger werden nur geduldet, auf der Mittelinsel frierend müssen sie bis zur nächsten Gelegenheit der Überquerung warten.

Die Nachrichten: S-Bahn defekt, Busersatzverkehr. Wasserrohrbrüche, Straße gesperrt wegen Schlaglöchern. 

Immerhin gibt es Strom und die Fernwärmeheizung läuft.

Die Bäckerei im Supermarkt schließt um 13 Uhr aufgrund fehlenden Personals. 

Letzte Reste des Silvester-Böller-Wahnsinns liegen eingefroren an Straßenecken.

Ab sofort hält nur noch jeder zweite der Züge Richtung Westen im nächstgelegenen Bahnhof. Absicht? 

Ausgang suchen? Kopfschmerzen. Diese Stadt macht Kopfschmerzen, Gedankenschmerzen, Ganzkörperschmerzen. Hauptstadtschmerzen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Arndt Wiesian (Dienstag, 03 Februar 2026 10:52)

    ohhh man, da hatten wir ja den besseren Aufenthaltsort� haltet durch.
    LG Arndt & Monika